Katastrophenschutztag 2026 – Sechstklässler lernen, wie man in Notfällen richtig handelt

Vom 13. bis 14. Juli 2026 fand auf dem Campus der Anna-Essinger-Schulen der diesjährige Katastrophenschutztag statt. Die Schülerinnen und Schüler der sechsten Klassen der Ulrich-von-Ensingen-Gemeinschaftsschule, des Anna-Essinger-Gymnasiums und der Anna-Essinger-Realschule erlebten zwei praxisnahe und lehrreiche Tage rund um das Thema Selbstschutz und Erste Hilfe.

Das Programm bestand aus drei Modulen, die gemeinsam für ein umfassendes Verständnis sorgten.

Modul I: Theorie – „Max und Flocke“ machen den Anfang

Im ersten Modul beschäftigten sich die Kinder etwa 90 Minuten lang mit theoretischen Grundlagen. Auf Basis der Materialien des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) spielten die Schülerinnen und Schüler in Zweiergruppen das interaktive Lernspiel „Max & Flocke: Jagd auf Dr. Superschreck“ und erarbeiteten anschließend den Baustein zum Thema Stromausfall.  Beide Ansätze vermittelten den Kindern altersgerecht, wie man sich bei Gefahrensituationen richtig verhält und anderen beisteht.

Modul II: Erste-Hilfe-Kurs durch die Schulsanitäter

Im zweiten Modul stand das praktische Handeln im Mittelpunkt. Ausgebildete Schulsanitäter der jeweiligen Schulen führten die Kinder durch die wichtigsten Erste-Hilfe-Maßnahmen: Wie erkennt man eine leblose Person? Wann muss man die 112 rufen? Wie führt man die stabile Seitenlage durch, wie stillt man starke Blutungen unter Beachtung des Selbstschutzes? Auch die Herzdruckmassage inklusive Defibrillator-Anwendung wurde den Kindern erklärt und geübt.

Modul III: Einsatzfahrzeuge hautnah erleben

Ein besonderes Highlight war das dritte Modul. Vier Blaulichtorganisationen kamen mit ihren Einsatzfahrzeugen zu uns nach Ulm: Das Bayerische Rote Kreuz (BRK) Neu-Ulm, das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Ulm, die Freiwillige Feuerwehr Ulm sowie die DLRG Ulm. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nahmen sich Zeit, den Kindern Ausrüstung und Fahrzeuge zu erklären und Fragen zu beantworten. Mit großem Interesse durften die Schülerinnen und Schüler einen Blick in die Einsatzwagen werfen und die Technik dahinter kennenlernen. Ergänzt wurde das Programm durch Arbeitsblätter, die die Inhalte vertieften.

Ein Dank an alle Helfer

Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Schulsanitäterinnen und Schulsanitätern, der AES Klasse 7 von Frau Oschwald-Nimz für das tolle Catering und insbesondere bei den Einsatzkräften von BRK Neu-Ulm, DRK Ulm, der Freiwilligen Feuerwehr Ulm und der DLRG Ulm für ihr Engagement. Nur durch deren ehrenamtlichen und beruflichen Einsatz konnten unsere Schülerinnen und Schüler dieses wertvolle Lernangebot erhalten. Der Katastrophenschutztag zeigt: Jeder kann helfen – wenn man weiß, wie es geht.

Text und Bilder: C. Günthner