Baukultur

„In Ulm, um Ulm und um Ulm herum“ gibt es aktuell sehr viele Baustellen. Adenauerbrücke, Gänstorbrücke und Blaubeurer Ring sind nur einzelne Schlagwörter zur aktuellen Situation. Ulm befindet sich im Wandel und dies erkennt man auch an der regen Bautätigkeit. Manch einer, der deshalb Umwege in Kauf nehmen muss oder im Stau steht, ärgert sich darüber. Andere sind über die Investitionen in die Infrastruktur erfreut. Die Meinungen zum Mehrwert sind in der Bürgerschaft folglich ganz unterschiedlich. Der öffentliche Raum ist bei derart hohen Grundstückspreisen ein hart umkämpftes Feld. Sollen die begrenzten Flächen für einen „Park“-platz versiegelt oder für einen echten „Park“ genutzt werden? Wie können öffentliche Räume für alle Personen sicher und attraktiv gestaltet werden? Dies sind wesentliche Fragen mit denen sich der Bereich Baukultur beschäftigt.
Um dieses kontroverse Thema bereits Schülerinnen und Schüler zugänglich zu machen, hat die Stadt Ulm für Schulen ein Angebot der Bundesstiftung Baukultur zur Verfügung gestellt. Auf Wunsch erhalten Schulen, dank Spenden kostenlos, Klassensätze des Schulbuchs „Baukultur“. Dieses Querschnittsthema kann in vielen Schulfächern aufgegriffen werden. Technik, Kunst, Deutsch oder Gemeinschaftskunde können Teilaspekte aufgreifen und in das Unterrichtsgeschehen integrieren. Vorteilhaft ist dabei, dass die Lernenden alltäglich und im direkten Lebensumfeld mit den Themen konfrontiert sind. Sich hierzu eine eigene begründete Meinung zu bilden, sich entsprechend zu positionieren und sich ggf. auch für die eigenen Interessen aktiv einzusetzen, deckt sich mit den Zielen des schulischen Bildungsplans. An der Anna-Essinger-Realschule Ulm wird deshalb das Thema Baukultur aufgegriffen und eröffnet den Schülerinnen und Schülern neue Sichtweisen auf die eigene Stadt.

Text und Bild: D. Maus